wilde woche #7.

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mein leben hat mich wieder. die zeit vergeht momentan wunderbar langsam. der erste abschied steht unmittelbar bevor und ist doch soweit weg. die verbleibende zeit wird nicht sentimental, sondern intensiv in küchen, betten und an elbufern verbracht. die dosis der streicheleinheiten wird erhöht. jede minute gemeinsam ausgekostet. mach die augen zu und wundere dich über dein leben. mach die augen wieder auf und freu dich über dein leben. fast alle werden wir weggehen. noch nicht heute und nicht gleich morgen. doch wir haben nichts zu befürchten, solange wir uns nicht verlieren. und manche bänder werden in kurzer zeit so herzlich eng geknüpft, dass man sich keine zeit ringsherum je ohne diese menschen vorstellen konnte.

filme.
eine dunkle begierde. der trailer packte mich dann doch. also ging ich mit vielen psychologiestudentinnen ins kino. ich hätte auch auf die tv-fassung in wenigen jahren warten können… doch cronenberg ist ein muss und viggo mortensen, michael fassbender und vincent cassel sind unfassbar gut. betörend.
the artist. fabelhaft. die rein musikalische untermalung wirkte anfangs befremdlich, war am ende jedoch so selbstverständlich, wie sich die handlung und das gesagte anhand der mimiken zusammenzureimen. ein fantastisch, fabelhafter film, der einen mitreißt, zu tränen rührt, viel platz zum lachen lässt und einfach das herz erwärmt. einfache geschichte voll schöner ideen umgesetzt. und wer danach keinen hund haben möchte, hat wirklich kein herz.

konzerte.
arms & sleepers /USA.
ambient tip-hop aus den staaten. endlich ein konzert im lieblingswohnzimmerkino mit visuals. die vorfreude auf einen erneut wunderschönen abend, versinkend im kinosessel, während man von feinster musik berieselt wird. band hat das musikalische konzept zur überraschung aller vor der tour geändert. am einlass wurden ohropax ausgehändigt, mit der bitte, diese unbedingt einzusetzen. leicht verängstigt, suchte ich den randplatz zur flucht, den ich benötige, in einem hoffnungslos übervollen kinosaal. und dann… feinster post-rock mit sensationellen videos auf der leinwand. ein konzept-konzertabend, wie ich ihn noch nie erlebt habe. die ohrenstöpsel waren bitternötig, damit die ohren für weitere konzerte heil bleiben. aber das konzert wird unvergessen bleiben.

golden kanine /SWE.
direkt nach arms & sleepers wurde die lokalität gewechselt, weil bärtige holzfäller aus schweden uns das herz erwärmten und die beine zum tanzen brachten. es waren viel zu wenige menschen da. aber die skandinavischen holzhacker spielten trotzdem zum stadionrockkonzert auf. danke. danke.

dillon /BRA&DE.
don’t trust the hype.

sport.
ha! heute war ich wieder laufen. der kopfschmerz erinnerte mich auch den ganzen tag daran. aber: ha! heute war ich laufen.

neuentdeckungen.
doe eye.

 

slow club.

lebe jetzt. lebe frei. lebe wild. keine kompromisse.

überwilde woche #6

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eine woche, die mir vor wilder verrücktheit keine zeit zum atmen ließ, freue ich mich auf eine neue arbeitsstelle in einer neuen stadt in gefühlt übermorgen wenigen tagen. mein bauch, herz und hirn freuen sich auf herausforderungen, die es vor ort schon mit benefit-angelegenheiten haben kann und dann auch noch geburtstag haben wollen. i want the world to stop.

filme.
jane eyre. so viel stille im kino. gruselmomente und eine liebe, mit der auch ich mich anfreunden mag. eine frau, so unglaublich beeindruckend in ihrer minimalistischen darstellung. ein wahnsinns-film.
the descendants. blubb ich erschrak über die realität und wie wenig sie mich anfangs anhob. aber das leben ist kein melodram. es fällt still auseinander. es bedarf manchmal nicht vieler worte und es braucht länger als 120 minuten bis eine jahrelang entfernte beziehung gekittet ist. dafür ist es eine herausragend echte darstellung. aber soll george clooney dafür den oscar erhalten?

theater.
endlich gabs die inszenierung von clemens meyer im centraltheater in leipzig. manche meinen, es sei nach seinem ersten buch als wir träumten. manche meinen, es sei nach seinem zweiten buch die nacht, die lichter. wir wissen nun, es ist ein clemens meyer. es ist ein zumeist nachts spielendes stück mit zu viel licht über gebrochene, gefallene und verlierende gestalten im leipziger osten und im amerikanischen mittleren westen, die jedoch träume haben. uns daran teilhaben lassen in theatralisch-melodramatischen monologen. die bühne ist das herz. hinter einem überdimensional großen gold-lametta-vorhang. everything’s fine. die musik unglaublich laut und herzzerreißend. yeah yeah yeahs & bon iver. aus der traum. nimm den vorhang weg. nimm die schminke ab. zeig den herz. zeig deine seele. offenbare dich. reiß uns hinfort. gewaltig.

sport.
ich atme nicht und inhaliere mein essen. es hat keine zeit zum verdauen, alles verpufft. warum sport machen. nennt mich optimiermädchen.

konzerte.
believe it or not. …

neuentdeckungen.
ben howard.

nichts überneues. aber offiziell darfs gemocht werden. schade, dass er gleich zum major-label gegangen ist. mögen wir das beste hoffen, uns auf den sommer freuen und uns in den wilden wochen voller veränderungen daran erinnern: keep your head up. keep your heart strong. only love und mehr ben howard hat lovely julika.

the antlers.
auch nichts neues. aber so aktuell, brisant und wahr. i don’t want love. denn dann gäbe es diese hingabe nicht.

entschuldigt meine verspätung, meine uninspiriertheit und meine kargheit. mein leben passiert gerade, als ich pläne schmiedete und älter wurde. derzeit backe ich kuchen und lasse meine träume kurz ruhen.

wilde woche #5.

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sind wir schon in woche nummer 5. wo ist sie hin? zerbröselt zwischen buchformatierungen und lektoraten am institut, zauberhaften wiedersehen und dem allwöchentlichen kulturwahnsinn. und dann haut dich das was du immer wolltest komplett aus der bahn und du stehst da und fragst dich ist es das wirklich, was du immer wolltest?

filme.
believe it or not. ich hab es nicht ins kino geschafft. keine filme. viele pläne.

sport.
es ist der kälteste februar seit dem persönlichen super- aka geburtsjahr 1986. einen samstagnachmittag letzter woche erinnere ich mich, wir waren laufen im düsterwald. und dann… erquickten sich die jungs freitag nacht an meinen unkünsten über ein eiskalt, glatt gefrorenes gartentor zu kommen.

konzerte.
i am oak /NL.
wenn sich eine angenehme schwere durch musik auf dich legt, du in deinem sessel immer tiefer sinkst und vier goldigen jungs ihrem folky-post-rock-ambiente lauschst, ists der letzte montag im januar, du warst in deinem lieblingswohnzimmerkino und hast einen zauberhaften abend erlebt.
du wünschst dir, du wärest verliebt und der winter würde niemals enden. denn wohin nur mit all diesen emotionen und tränen und der endlosen gänsehaut?

neuentdeckungen.
the bianca story.
sehr schöner unaufgeregter, unangestrengter synthie-, tanz-, indiepop aus der schweiz. es wirkt nach dudelradio, wenn es nebenbei läuft. und doch horche ich bei perlen wie dancing people are never wrong auf. ist doch so. unterschätzt sie nicht und besucht sie sehr bald auf tour.

07.03. münchen // 08.03. stuttgart // 09.03. freiburg // 10.03. frankfurt // 11.03. köln // 13.03. hamburg // 14.03. dresden // 15.03. berlin // 16.03. bielefeld // 17.03. magdeburg // 19.03. heidelberg // 20.03. oberhausen // 21.03. leipzig

matt corby.
ja. er hat mal in einer casting-show mitgemacht. eine meiner lieblings-schwedinnen ja aber auch. nimm die gute laune, die dieses lied auf deine lippen zaubert und denk an den sommer. er ist schließlich australier und weiß, was das ist. und verpackt das hier rein.

wildes.
angesichts der biere und gespräche mit feinen mädels, keinen filmen und zuckerpop wirkt die woche seicht und dahingeplätschert. aber um kein soziales untier zu werden, den geldbeutel zu schonen und durchzuatmen für den konzert-voll-verpackten februar war diese ruhige woche auszeit balsam für die seele. eingeholt von wildem wahsinn, im auge des sturms stehend und im strudel der schnellentscheidungsfähigkeit untergehend garantiere ich in bälde wilde geschichten. hoha!

wilde woche #4.

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das leben ist zu kurz für lange gedanken. das leben ist zu wild für rast.

filme.
kriegerin. ein schlag in die magengrube. was man sieht, ist unvorstellbar. wie alle reagieren, nachvollziehbar. aber darf man das? aufwühlend. wie die kritiker völlig zurecht schreiben: ein film, der gemacht werden musste.
drive. mit ganz anderen erwartungen an handlung, schnelligkeit und erzählung reingegangen. überrascht. in welche richtung wird noch ausgefochten mit dem magen. ein autofilm, der keiner ist. ein charakterfilm, eingehüllt in aussichtslosigkeit. groß. dann doch.

sport.
langhanteltraining gegen kaffee & kuchen & pausenloses plappern ersetzt. ausgleich mit bandminton/asm-auskugelartigem-elan.
exzessives hinternplattsitzen auf der halben unistelle mit überstunden en masse, da das neue institutsbuch formatiert werden muss.

neuentdeckungen.
friends.

dieses Jahr wird alles Lo-Fi. ich werde es lieben. und einen neue art zu tanzen finden. die US-friends machen  mit ihren kurzen 3-Minuten-Stücken schon mal richtig vorfreude auf locker-leichte sommertage. i wannna be your friend. i wanna ask you advice on a weekday. i wanna plan something nice for the weekend.

ter haar.
man muss die jungen männer neu entdecken. am besten mit diesem mitschnitt von einem introducing/abend im magnet vor wenigen tagen.
http://www.terhaarmusic.de/ –> auf livestream sich durchklicken und 40min. genießen.

wildes.
ich hab mein herz schlagen hören und wiederentdeckt. da dies jedoch nur in kombination mit tränen, vielen sinnlosen gedankenspielen und auch nur herzschmerzen möglich ist, hab ich beschlossen, es wieder in den beutel zu sperren und nicht hervorzuholen. dafür fehlt mir die zeit, das interesse und die nerven. mein leben ist zu kurz für solche eseleien.

auf dem sprung nach berlin wird der text zu einem der wildesten liebesgeschichten zusammengefasst, der mich in der letzten woche fortriss. anderer liebesgeschichten betrachten, nimmt einen mit für einen abend, hinterlässt leere für eine nacht, reißt aber keine emotionalen löcher in das eigene herz. nur die zeit. die zeit.

wilde woche #3.

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zwischen schüttelfrost von krankheit und grandioser musik… zwischen herzklopfen aufgrund von unerwarteten umarmungen und dem konzert des jahres… zwischen erholung und erschöpfung… passt kein beat dazwischen.

filme.
william s. burroughs. a man within. interessante und illustre doku über den prägenden beat-schriftsteller mit anstrengendem ton aber zum heulen schönen aufnahmen des süßen alten duos burroughs/ginsberg.

lesungen.
harald martenstein. präsentierte uns ausgewählte, pointen- und lehrreiche kolumen der vergangenen jahre.
clemens meyer. mein autor 2012 (mit neuerscheinung im herbst 2013) las in der unterkirche der frauenkirche seine vostellung zu verhalten und verhältnisse. was ist gerechtigkeit. recht hat er. prinzipiell funktioniert jede seiner geschichten. noch mehr lust ihn zu entdecken.

konzerte.
me and my drummer /DE. einar stray /NO. sinnbus.
unbeschreibliche schönheit und fragilität beider bands mit orchestral anmutenden soundwänden. but then was this one night, that i met you, when the dawn did not come… brachte mich zurück zum letzten sommer. all we need is magic. ein lächeln und unerschütterliche hoffnung.
zurück. kurz und schmerzvoll. wer nicht auf der tour dabei war, versteht uns nicht.

a poor man’s memory /DE. sarsaparilla CAN.
postrock-märchen an warmen öfen in lauschigen wohnzimmern mit kling-klang-geschichten von tibetisch anmutenden aussteiger-erzähl-künstlern. schummerig im herzen, den augen, den beinen.

sport.
hust. … … …

neuentdeckungen.
class actress.
leider wird kein video unterstützt, so dass ich auf die homepage der band um die kreativ-erotische frontfrau elizabeth harper verweisen muss. einen live-auftritt, an dem leider noch gefeilt und sich nicht ausgezogen werden sollte, verbiete ich mir hier. let’s be serious.

lonelady.
dip. dip. dip. minimalistischer anti-cheesy lieblingshit. lo-fi wird eh groß dieses jahr, gemixt mit elektroeinflüssen – die reinste avantgarde.

daughter.
die bislang einzig gute und von mir geprüfte bestätigung des dockvilles 2012.
verliebt in den ohrwurm, verliebt in elena tonra’s zauberhafte stimme. verliebt in die erinnerungen an die jugend.

wildes.
der glorreiche film-/festival-/glamour-auftakt fand in diesem jahr (wieder) ohne mich statt. husten, schnupfen, übelkeit zwangen mich, den berlintrip abzusagen und per ferndiagnose die gewinner der golden globes zu tippen. für platz zwei und alle richtigen tips in den hauptkategorien hat es dann auch gereicht. ausführlichkeiten in 5 wochen von den oscars.
krank können wir auch noch mit 60. schlafen können wir, wenn wir tot sind. keine erholung und nur wilde sachen. keine pause.

wilde woche #2.

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es ist wie der eigene innere schweinehund, der sich hier ausbreitet und mich angrinst. zurecht. zwischen wildheit und glücklichsein liegt durchhaltevermögen. durchhalten bei so vielem. bei kompromisslosigkeiten. beim kulturell höchst anspruchsvollen freizeitvergnügen. bei der sehnsucht nach neuentdeckungen im musikalischen himmel. beim ausgezogen gut aussehen. ich glaub fest daran, dass der nächste sommer kommt.

ein erstes problem stellte sich ein, bei der genauen festlegung der neuen woche, die irgendwo in der reflektion am wochenende stets beginnt. passend wäre natürlich der sonntagabend, den der/die zufriedene einling/in, zumeist allein oder bei anderen einlingmenschen verbringt, denn paare und familien schauen nachrichten, tatort und dann das bett an. natürlich verschiebt sich diese trennung manchmal zwischen freitagnachmittagen und montagmittagen. je nach reisen, tanzabenteuern und gewitzten ausreden jeglicher art.

filme.
wie im himmel. als sonntagabend/tatort-ersatz. kullern die tränen und erschauern die ohren, bleibt das herz stehen und schlägt weiter.
perfect sense. ein versuch liebes- und katastrophenfilm zu vereinbaren. ein versuch den verlust von sinnesorganen mit großer emotionaler dramatik einzufangen. ewan mcgregor war nackt.
ziemlich beste freunde. ziemlich lustiger film. ziemlich ungewöhnliche freundschaft. ziemlich genialer film.
gerhard richter painting. intime einblicke beim enstehen der aktuellen abstrakten werke des wichtigsten zeitgenössischen malers.

konzerte.
the gentle lurch. aus dresden.
raus aus dem regen. rein in die rauch-, asche-, lachwolken des lieblingsclubs. augen schließen, anlehnen, lauschen, alles vergessen.

sport.
dank nicht vorhandenem trainer im fitnessstudio, das erste mal seit monaten auf dem laufband gestanden und losgelaufen. 30 minuten. 3 kilometer. kleine schritte. durchgehalten. gefühl danach: unbeschreiblich schön.
gegen mitte der woche als walross versucht die innere body/balance zu finden und am freitag abend zum bauch-beine-po geschwungen. gab es im angebot, dachte ich, greif ich zu.

neuentdeckungen.
fanfarlo
kisses an die zuckersüße bewhateveri fürs augenzudrücken meiner dreisten klauereien. und. ja, es macht sinn. es gibt beschwingte klugheit. texte, die sinn machen und zu denen man auch tanzen kann. melodien, die einen sofort erhaschen und texte, die einem erst sehr viel später aufblitzen. weise ist die, die die klugheit mit schwung direkt erkennt.

arms.
feine, klassische 3-männer-band aus brooklyn. summer skills könnte man jetzt gut gebrauchen und so übt man diese mit arms auf ihrem lo-fi-album, dass seit november 2011 die herzen und ohren erfreut, ein und träumt von barbeques, skateboards und sonne.

old tapes.
sie schreiben sie sind new yorker. das glaube ich. sie schreiben sie sind bruder & schwester. das bezweifel ich erstmal. weiß man ja bei blood red shoes auch nicht. jedenfalls sind sie ebenso blutjung, ebenso frisch und ebenso zum verlieben.
auf der bandcamp-seite sei die EP “so this is good-bye” ans herz gelegt, mit einem feinen cover zu wicked game.

wrongkong.
was soll man zu dieser band sagen, außer /so electric/ wie ihr neues album, dass am 13. januar erschien. hingehen. ansehen. abgehen.

wildes.
gute vorsätze überleben ja den ersten monat nicht. auch bei mir ist das nicht anders. also wird die jennifer-aniston-diät jetzt ausprobiert. die im groben aussieht, dass frau aniston nur so topp aussieht, weil sie jeden tag sport macht (wer hat schon lust noch zeit dazu?), abends keine kohlenhydrate ist, morgens nur eiweiß und sich nur am sonntagabend ein glas rotwein gönnt. nagut. streichen wir gut aussehen und versuchen es mit gut fühlen. wenn man nämlich daraus die vegetarische variante mit lebensmittel, die vorhanden bzw. leicht käuflich zu erwerben sind erstellt, bleiben nur noch müsli, joghurt und gemüse übrig. durchhalten.

der herr clemens meyer und seine gewaltigen geschichten. mein erster kontakt mit dem leipziger proll, aber lokalhelden. verdient eigene gedanken. gewalten müssen erst verarbeitet werden. die anderen werke ausgeliehen, von der wunschliste verstanden werden. die tickets für die centraltheater-inszenierung “der traum von hollywood” in der hand. warum muss man weggehen, um die heimat zu entdecken?

denkt mal drüber nach: lo-fi ist der neue post-rock ist das neue indie.

wildes wirrwarr #1.

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und während man an neuen mixtapes sitzt, fallen einem gedankenblitze durch den kopf, dass man bei den top-songs doch tatsächlich dieses hier vergessen hat:

weil man zu aufgewühlt war, zu verstört im sommer, wie bands einfach aufgrund von bookinglücken ganze tourneen absagen, durch ebenso gute und den herzwirbelsturm erst beginnen lassende bands jedoch ersetzt werden, raubte mir jeglichen verstand. aber cold war kids, miss lykke li und niels frevert müssen beachtung finden werden. eine liste ist eine liste ist eine liste. und wird auch nicht geändert. aber platz im herzen ist da flexibler und größer.

wildes 2011.

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genügend zeit zum reflektieren. genügend zeit um fanzines und freundeslisten zu studieren. genügend zeit einen eigenen kopf zu machen.

2011. mehr laute bands gehört. den postrock entdeckt. viele gute, schwere bücher gelesen. im blättergeraschel draußen gewesen. das herz im schlamm verloren. tante 2.0 geworden. in dresden angekommen. wild durchs leben getanzt.

bands. 33.
oh no! oh my! :: the pains of being pure at heart (2x) :: the national :: harrys gym :: beatsteaks :: lykke li :: the coral :: friska viljor :: bodi bill :: evening hymns :: digger barnes :: jack beauregard :: william fitzsimmons :: edward sharpe & the magnetic zeros :: ter haar :: rue royale :: me and my drummer :: my bubba & mi :: talking to turtles :: delay trees :: blueneck :: sir simon battle :: boy :: an horse :: flashguns (2x) :: katzenjammer :: spring leads you home tonight :: i heart sharks :: bombay bicycle club :: wilhelm tell me :: wolf gang :: fs blumm :: austra

bücher. 26.
philosophie :: science-fiction :: klassiker :: drama :: gedankenspiele :: dresden’45 :: vegetarisches sachbuch :: extrem gutes buch :: geniale popliteratur :: nur popliteratur :: utopie :: schweizer liebling :: bildungsroman :: schwerer bildungsroman :: sachbuch :: schwerer feminismus :: einsames buch :: lustiges buch :: seelenbuch :: wilde geschichten :: klassiker :: utopischer klassiker :: krieg again :: seichtes buch :: kriegsmelodram :: aufklärerroman

mixtapes. 10.
heartbreak :: big girl :: abschied :: after the heartbreak :: new girl :: goodbye LE :: birthday berlin bash :: sweet girl :: post-rock autumn :: more post-rock winter

festivals. 7.
immergut :: appletree garden :: jenseits von millionen :: dockville :: la pampa im exil. :: berlin festival :: fest van cleef / dresden

lesungen. 4.
ahne :: rocko schamoni :: markus kavka :: tino hanekamp

herzgeschichten. 3.
01 :: gescheitert an räuberischem herumwühlen in den heiligtümern.
02 :: gescheitert an only friends with benefits.
03 :: gescheitert am schlamm, an entfernungen, an instabilitäten.

top 10 records.
01 :: balthazar / applause
02 :: wu lyf / go tell fire to the mountain
03 :: bombay bicycle club / a different kind of fix
04 :: bodi bill / what?
05 :: the rapture / in the grace of your love
06 :: flashguns / passions of a different kind
07 :: dEUS / keep you close
08 :: joan as policewoman / the deep field
09 :: wolf gang / suego falts
10 :: ghost of tom joad / black musik

top 10 songs.
01 :: niels frevert / ich würd dir helfen, eine leiche zu verscharren, wenn’s nicht meine ist

02 :: the decemberists / this is why we fight

03 :: balthazar / blood like wine

04 :: boy / little numbers

05 :: flashguns / no point of hanhing around

06 :: dEUS / the end of romance

07 :: the rapture / sail away

08 :: wolf gang / dancing with the devil

09 :: francis international airport / all your lines end in me

10 :: talking to turtles / crumbs

wilde woche #1.

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keine kompromisse und nur wilde sachen.

das jahr 2012 wird unter dieses motto gestellt. die schirmherrschaft besitze ich.

was soll das? mit einer überlegung der ausrichtung, orientierung dieses blogs geht es los? was will ich eigentlich der welt mitteilen? genügend selbstreflektiert fühle ich mich. die interessen sind zu breit gefächert, um für irgendwas spezialistin zu sein. die erste kompromisslosigkeit zeigte sich in der ersten woche wieder als unmöglichkeit, langsam das jahr zu beginnen. daheim sein, nur um zu schlafen, schockierte mich. dass ich nach der stille und ruhe zwischen den jahren kein bisschen entspannt, kein bisschen verändert gestartet bin. zwischen ausflügen an das größte denkmal europas, küchenschlachten, museen und meiner ersten vorführung der nicht vorhandenen rallyekünsten an der x-box vor der gang, hab ich dennoch schon zwei bücher gelesen, fünf neue bands gefunden und drei konzerttickets gekauft. wohin soll diese schnelle, diese sucht, diese sehnsucht führen?

ich bin immer noch ein schnell rennendes mädchen, die ihre baldige geburtstagszahl 26 für sehr unsexy hält. auf das ruhmreiche 27 muss noch ein ganzes jahr gewartet werden und erschüttert stellt man fest, dass man vier jahre über dem zenit ist, wenn EMA mit ihrer selbstsicherheit singt, dass sie mit 22 keine angst vorm sterben hat. sensationell kompromisslos, die frau!

so schwülstig die nummer lebe jeden tag, als sei es dein letzter anmutet, so wahr ist sie doch und so konsequent verfolge ich sie doch! bähm. selbst kompromisslos. ja genau. warum zeit verschwenden. alles erleben, mitnehmen, anfassen und bestaunen. es könnte alles so schnell vorbei sein.

gibt es wildheit in dresden? wie kompromisslos kann ich leben, will ich leben? finde ich genügend wilde dinge? lasst es mich versuchen. mit der auferlegung neben schöner musik und schnellen texten, eine wöchentliche rückschau zu leisten. ohne wertung einer wildheit. denn wie will ich diese messen, geschweige denn ein außenstehender. freunde nennen mich aufgrund meines exorbitant ausschweifenden freizeitlebens wild. wildheit erkenn ich nur rennend im wind und tanzend auf festivalwiesen. also. lass mich wöchentlich reflektieren, ob sich die wilden dinge auch im kleinen finden lassen, ja gar im kopf. dort herrscht nach wie vor das größte chaos. und dann… zeige ich euch meine wilden schätze.

diese woche. zwei wild gewordene frauen. eine heißt katharina blum. die andere kathrine. beide fristen ein bescheidenes, unaufgeregtes, scheinbar liebloses leben. bei katharina blum lassen ihren einzigen ausweg über wilden räubergeschichten in der reißerischen presse nur mit dem mord an dem journalisten beenden. kompromisslos wild, wenn die eigene ehre verloren geht. die andere schafft es, auszubrechen und die wildheit zu suchen. vom polarkreis nach paris. was entdeckt sie? dass wild nicht automatisch schön und glücklich ist. mit der zufriedenheit jedoch darüber kann man zurückgehen und neubeginnen. versöhnliches ende einerminimalistisch beschriebenen einöde unter einer schneedecke begraben.

eben aus polen gefunden: vor der heirat lebe drei jahre lang wild! ahoi 2012. ahoi jahr no. 2!

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